Die NSTI® MethodeN

Die bei NSTI® vermittelten und angewandten Methoden konzentrieren sich auf die Verbindung von Muskeln, Faszien und Psyche, die in der frühkindlichen Entwicklung sowie im Zusammenhang mit Schockerfahrungen über das Nervensystem geprägt wird. Diese Verbindung kann in ihrer Regulation und Funktion beeinträchtigt sein. NSTI® unterstützt dabei, solche Prägungen differenziert zu erkennen, Zusammenhänge verständlich zu machen und körperpsychologische Ressourcen gezielt zu aktivieren.

Durch Bewegungsarbeit, craniosakrale Berührung, Muskelaktivierung, Körperpsychotherapie nach Bodynamic®, Imagination, systemische Ansätze, somatisches Rollenspiel und spezifische Techniken zur Regulation des Nervensystems werden somatische Muster zugänglich gemacht, integriert und die Fähigkeit zur Selbstregulation gestärkt.

Basiskurs NSTI

angewandtes wissen bei NSTI®

Die NSTI® Methoden unterstützen dabei, Reaktionen auf belastende und überwältigende Erfahrungen zu beobachten, einzuordnen und in ihrer Wirkung zu verändern – mit dem Ziel, mehr Handlungsspielraum und Selbstbestimmung im eigenen Leben zu entwickeln.

Da jeder Mensch unterschiedlich „codiert“ ist, hat sich unser Institut auf ganzheitliche traumasensitive und traumintegrative Herangehensweisen spezialisiert, die auf die individuellen Bedürfnisse und traumspezifischen Prägungen abgestimmt werden. Der Methodenkatalog von NSTI®, Bodynamic® und Neuro Yoga® erlaubt es, neue, themenspezifische Ressourcen zu schaffen. Dadurch wächst die Fähigkeit, innere Stabilität und neue Handlungs- und Beziehungsfähigkeiten herzustellen.

Das Wissen über den Zusammenhang von Psyche, Muskeln und Nervensystem in Zusammenhang mit Charakterbildung und Schutzstrategien ermöglicht es, auf die persönliche Geschichte zugeschnittene, Atem-, Körper- und Beobachtungsübungen gezielt einzusetzen. So werden Verhaltensmuster und Überlebensstrategien erkannt und integriert, die in frühen Entwicklungsphasen oder bei schocktraumatischen Ereignissen entstanden sind.

Muskeln & psychologie

Muskeln und psychologische Fähigkeiten hängen eng zusammen. Je nach Erfahrungen, die in der Kindheit oder bei herausfordernden Erfahrungen gemacht wurden, kann ein balanciertes Zusammenspiel beeinträchtigt werden. Dies zeigt sich in eingeschränkter Wahl- und Handlungsfähigkeit oder auch im Nicht-Bewusstsein von wichtigen Fähigkeiten.

charakterstrukturen

Das Kind durchläuft sieben Entwicklungsstufen, welche die Charakterstrukturen bilden. Charakterstrukturen können durch traumatische Erlebnisse (Entwicklungstrauma) in eine Disbalance geraten und extreme Verhaltensweisen an den Tag legen – wie zum Beispiel Verzweiflung, Misstrauen, Verurteilung, Selbstaufgabe uvm.

Muskelreaktivität & trauma

Ein Mensch kann mit seinem Bewusstsein die 'Muskel-Psyche-Bahnen' ansteuern – und entscheiden, ob er eine Handlungs ausführen möchte oder nicht. Bei Entwicklungs- und Schocktrauma ist diese Bahn hypo- oder hyperreaktiv in verschiedenen Ausmassen geprägt, was zu Abspaltungen, Unter- und Überkopplungen und Instinktverhalten führt.

Ressourcen & körpergefäss

Ein stabiles Körper-Gefäss ist die Basis für Resilienz und eine zentrale Ressource bei der Arbeit mit Trauma. Ohne ein stabiles Körper-Gefäss kann die direkte Arbeit an traumatischen Erfahrungen zu Retraumatisierung und regressivem Verhalten führen. Daher bauen wir bei NSTI® dieses Körper-Gefäss  so lange auf, bis es stabil genug ist, um mit Traumaenergie umgehen zu können.

Nervensystem & co-regulation

Keine Traumaarbeit ohne das Wissen über Nervensystem und Co-Regulation! Bei NSTI® orientieren wir uns dabei an der Polyvagal-Theorie, dem Wissen um Spiegelneuronen und den 9 Hybrid-Zuständen, und der Neuroplastizität. Ein wichtiger Teil spielt hier auch Psychoedukation und Selbstbeobachtung im Verlaufe der Therapie.

Atmung & emotionen

Ein zentraler Marker von Trauma sind unbewusste Atemmuster oder auch der abwesende Atem. Dabei ist die Atmung für unser sogenanntes Emotions- und Energiecontainment zuständig. Indem wir bei NSTI® Atemräume und Zwerchfell bewusst in den Prozess miteinbeziehen, können abgespaltene Emotionen und Schockenergie 'gelandet' werden.

biodynamische berührung

Wenn wir mit Berührung arbeiten, erinnert sich das System des Gegenübers an seine ersten frühen Bindungserfahrungen. Wenn diese nicht sicher genug waren, ist die Toleranz gegenüber Berührung beeinträchtigt. Damit sich das System in dieser Erfahrung neu erleben und ausdrücken kann, braucht es die biodynamische therapeutische Präsenz und Herangehensweise.

Traumaspezifisch verbale begleitung

Bei NSTI® lernen wir die Charakterstrukturen und Muskelreaktivitäten auf der Verhaltens- und verbalen Ebene lesen. Somit erfahren wir, wann ein Trauma entstanden ist und aus welcher Entwicklungsstufe heraus eine Person mit uns in Kontakt kommt. Entsprechend begegnen wir dieser Person mit den Worten, die der Entwicklungsstufe und dem Trauma 'entspricht'.

Systemisch-somatische arbeit

Bei traumatischen Erfahrungen in den 'älteren' Strukturen arbeiten wir bei NSTI® systemisch mit den somatischen Markern, die das System zeigt. So können wir das Gegenüber darin schulen, aus erwachsenen Anteilen Abstand zum Traumasog zu gewinnen – auf psychischer und körperlicher Ebene. Dabei bedienen wir uns auch den Methoden aus dem Rollenspiel und der Theaterpädagogik.

Illustration Notiz

Was ist Trauma und welche Folgen hat es?

Trauma beschreibt Erfahrungen, die das individuelle System in seiner Verarbeitung überfordern und sich sowohl im körperlichen als auch im psychischen Erleben niederschlagen können. Solche Erlebnisse können das Nervensystem stark beanspruchen und Spuren hinterlassen, die sich unter anderem im Muskel- und Faszientonus sowie in Wahrnehmungs- und Verhaltensmustern zeigen.

Diese Dynamiken können im Zusammenhang mit einzelnen Schockerfahrungen entstehen, aber auch durch anhaltende Belastung oder unzureichende Regulation in frühen Entwicklungsphasen geprägt werden. Gemeint sind Situationen, in denen dem System nicht ausreichend Möglichkeiten zur Verarbeitung, Einordnung und Rückkehr in einen Zustand von Stabilität zur Verfügung stehen.

Diese Muster prägen Wahrnehmung, Beziehungsgestaltung und den Umgang mit Anforderungen. Sie zeigen sich in wiederkehrenden Reaktionen, Spannungszuständen sowie im Umgang mit Nähe, Distanz und Belastung.

Wenn solche Muster wenig zugänglich oder schwer regulierbar bleiben, kann dies mit anhaltender Aktivierung des Nervensystems einhergehen. Mögliche Folgen sind erhöhte Stressanfälligkeit, körperliche Beschwerden oder Herausforderungen im emotionalen und zwischenmenschlichen Bereich. Die Arbeit mit diesen Zusammenhängen zielt darauf ab, Regulation zu unterstützen, Wahrnehmung zu differenzieren und neue Handlungsmöglichkeiten im aktuellen Erleben zugänglich zu machen – hier setzen die NSTI® Methoden an.

Gehirn

Unser Nervensystem
ein komplexes Zusammenspiel

Das Nervensystem ist eine der zentralen Regulationsinstanzen des Körpers und spielt eine wesentliche Rolle für Wahrnehmung, Orientierung und innere Stabilität. Es bewertet fortlaufend, ob eine Situation als sicher oder herausfordernd erlebt wird, steuert muskuläre Reaktionen und beeinflusst, wie Erfahrungen verarbeitet und erinnert werden. Dabei kann es vorkommen, dass Einschätzungen nicht mehr dem aktuellen Kontext entsprechen und sich frühere Prägungen im Erleben und Verhalten widerspiegeln.

Die NSTI® Methoden unterstützen dabei, solche Zusammenhänge im Nervensystem differenziert wahrzunehmen und einzuordnen. Auf Grundlage eines vertieften Verständnisses der Funktionsweise des Nervensystems und durch gezielte körper- und wahrnehmungsorientierte Übungen kann die Fähigkeit gestärkt werden, Situationen angemessen einzuschätzen und Regulation im aktuellen Erleben zu fördern.

Neuro Yoga® – Die Traumaintegrative Übungspraxis von NSTI®

Ein zentrales Element der bei NSTI® angewandten Methoden ist Neuro Yoga®, die traumaintegrative Übungspraxis von NSTI®.

Neuro Yoga® verbindet Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie, neurosomatischen Modellen und der Polyvagal-Theorie, um Übungen differenziert an individuelle Voraussetzungen und Prozesse anzupassen.

Dabei wird gezielt mit regulativen Prozessen des Nervensystems gearbeitet, insbesondere im Hinblick auf ventrale Vagus-Aktivität, soziale Bezogenheit und innere Orientierung. Durch achtsame Bewegungen, gezielte Atemführung und differenzierte Körperarbeit wird die Fähigkeit zur Selbstregulation unterstützt und ein stabileres Erleben von Sicherheit gefördert.

Neuro Yoga® kann in unterschiedlichen professionellen Kontexten eingesetzt werden, unter anderem in Therapie, Coaching und Bewegungspraxis sowie in Einzel- und Gruppensettings. Die Übungen berücksichtigen individuelle Prägungen, unterstützen Regulation und stärken Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und Handlungsmöglichkeiten.

Blume stilisiert gemalt

»Das Faszinierendste am Neuro Yoga® ist für mich, dass es in der Umsetzung und im Verständnis so einfach und präzise ist – und in seinem Fundament so vielschichtig und professionell.«

N.S., Teilnehmerin “Basiskurs Traumaintegration NSTI®“

Blume, gemalt

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