Praxistag NSTI®

9. Mai 2026

verkörpertes wissen für eine stabile begleitpräsenz

Sicherheit und Stabilisierung des Körpergefässes. Erdung – Zentrierung – Grenzen – Energiemanagement. 

Der Praxistag dient der Vertiefung der praktischen Anwendung des Wissens von NSTI® und Bodynamic®. Er richtet sich an Fachpersonen, die ihre eigene Selbstregulation, körperliche Orientierung und professionelle Präsenz vertiefen möchten – als Grundlage für eine sichere, klare und wirksame Begleitung von Menschen.

*Im Kurs inbegriffen ist der Einführungskurs NSTI® – wir empfehlen, diesen als Vorbereitung im Vorfeld zu absolvieren.

Unser Praxistag umfasst:

 7 Stunden Unterricht vor Ort

mit Stéphanie Maurer und dem NSTI®-Team

 Ausführliches Begleitskript

Lerninhalt

  • Stabiles Körpergefäss: Durch erfahrungsorientierte Übungen wird das eigene Körpergefühl so geschult, dass innere und äussere Stabilität aufgebaut wird.
  • Erdung & Energiemanagement: Praktische Übungen zur Erdung sowie zum bewussten Wahrnehmen, Regulieren und Einteilen der eigenen Energie.
  • Zentrum, Ich-Bewusstsein & Grenzen: Wahrnehmen des eigenen Zentrums, Stärkung des Ich-Bewusstseins und achtsames Spüren persönlicher Grenzen.
  • Eigenes Tempo & Selbstwahrnehmung: Lernen, das eigene Tempo zu spüren, darauf zu hören und die Übungsausführung selbstreguliert anzupassen.
  • Neurosensitives Üben & Üb-Journaling: Einführung in die NSTI®-Übungsweise: neurosensitiv, integrativ und nicht triggernd – inklusive Einführung in das NSTI-Üb-Journaling.

lernziele

  • Erkennen eigener Muster: Durch die körperliche Praxis werden persönliche Reaktions- und Bewegungsmuster erfahrbar und im Moment bewusst wahrgenommen
  • Umgang mit Triggern: Die Teilnehmenden lernen, Trigger frühzeitig zu erkennen, bewusst zu regulieren und – im sicheren Rahmen – auch gezielt zu aktivieren, ohne sich darin zu verlieren.
  • Rückkehr zu Basis & Sicherheit: Fähigkeit, immer wieder in die eigene Basis, Erdung und ein Gefühl von Sicherheit zurückzukehren – auch nach Aktivierung oder Herausforderung.
  • Selbstregulation & gesunder Abstand: Die Teilnehmenden können klarer spüren, wann es genug ist, ihr eigenes Maß finden und sowohl innerlich als auch äußerlich stimmig Abstand nehmen.

Kursleitung

Stéphanie Maurer, Instituts-Gründerin und Ausbilderin in NSTI®, Neuro Yoga® & Bodynamic®

Stéphanie Maurer

Stéphanie Maurer ist die Begründerin von NSTI® und Haupt-Ausbilderin der Ausbildungs- und Weiterbildungskurse in NSTI®, Neuro Yoga® und Bodynamic®. Ihr Tätigkeitsbereich umfasst ebenso Fachsupervisionen.

Stéphanie arbeitet in der Schweiz in eigener Praxis als krankenkassenanerkannte biodynamische Craniosacral-Therapeutin, Traumatherapeutin NSTI® & Bodynamic® sowie Yogalehrerin SYV. Sie hat sich auf Schock-, Entwicklungs- und Bindungstrauma sowie Geburts- und Perinataltrauma spezialisiert. Vertiefte Kenntnisse hat sie in der traumaspezifischen verbalen Begleitung, Trauma und Berührung, Somatic Experiencing / Focusing, Yoga-basierten Traumatherapie YBT®, Körperarbeit nach der Franklin-Methode® sowie Feldenkrais und Stimm- und Atemschulung nach Lichtenberg/Schlaffhorst-Andersen erlangt.

Ursprünglich ist sie ausgebildete Musikpädagogin, Cellistin und Schauspielerin.

Gemeindesaal Männedorf

9. Mai 2026

9.30 - 17 Uhr

Gemeindesaal Männedorf

Alte Landstrasse 250
8708 Männedorf

Preis

249.- CHF

Der Praxistag erfüllt die Vorgaben des EMR-Reglements, der ASCA, SPAK sowie der EGK-Therapeutenstelle.

Im Kurs inbegriffen ist der ergänzende Online-Kurs 'Einführung in NSTI®' im Wert von 49.- SFr. Er dient zur optionalen Vorbereitung auf den Praxistag.

Neuroregulation

Vom Wissen zur verkörperten Kompetenz

Die eigene Regulation ist Basis für therapeutische Co-Regulation. 

In der Arbeit mit Menschen werden Affekte, Spannungszustände und Desorientierung unweigerlich auf neuronaler und somit körperlicher Ebene mitübertragen. Wer diese Prozesse nur theoretisch kennt, läuft Gefahr, Aktivierungen unbemerkt zu übernehmen – mit Folgen für Präsenz, Grenzsetzung und Wirksamkeit.

Dieser Praxistag schafft den Raum, neurosomatische Prozesse im eigenen Körper konkret zu erfahren: Erdung, Aktivierung, Grenzen, Titrierung und Rückkehr in die eigene Basis – in die Rolle der stabilen Begleitperson. Es sind genau jene Fähigkeiten, die in der Begleitung von Menschen mit Trauma-Hintergrund im entscheidenden Moment tragen müssen.

Eigenerfahrung ist deshalb keine Ergänzung, sondern Voraussetzung: Nur wer im eigenen Körper Affekte klar erkennen und regulieren kann, kann im Kontakt unterscheiden, halten und bewusst steuern.

Angewandtes, verkörpertes Wissen schafft die innere Referenz, die es erlaubt, auch in intensiven Situationen stabil zu bleiben, Co-Regulation anzubieten und professionelle Klarheit zu bewahren.

Die Neurosomatische Praxis nach NSTI® schützt nicht nur die Klient:innen – sie ist ebenso zentral für Selbstschutz, Nachhaltigkeit und Integrität in der begleitenden Arbeit. Das stärkt die Fähigkeit zur Co-Regulation, schützt vor Überforderung und schafft eine tragfähige Basis für nachhaltige, traumasensible Begleitung – im Alltag wie im professionellen Kontext.

Dieser NSTI® Weiterbildungskurs eignet sich für:

⇒ Therapeutisch Arbeitende

⇒ Erziehende, Traumapädagog:innen, Sozialarbeiter:innen u.a.

⇒ Gruppenleitende

⇒ Menschen in Führungspositionen

⇒ Coaches

⇒ Traumainteressierte

Muskeln

Muskeln bilden die Schnittstelle zwischen Nervensystem, Affekt und Handlung.

Ein allgemeines Körpergefühl zeigt oft nur, dass etwas geschieht – nicht was konkret geschieht.  Wird bei themenbedingter Aktivierung ein diffuses Unwohlsein wahrgenommen, bleibt Regulation zufällig.


In der Praxis zeigt sich dies etwa, wenn im Kontakt Realität kippt, das Ich-Erleben unscharf wird oder Grenzen nicht mehr klar verhandelbar sind. 


Wenn wir psychologische Fähigkeiten und ihre spezifischen Muskelgruppen verstehen und in die Arbeit integrieren können, wird ein anderer Umgang mit Affekten möglich. Dieses Wissen ermöglicht eine kontrekte Orientierung und Handlungsfähigkeit in Körper und Psyche.


Das gezielte Hinzuziehen stabilisierender Muskelstrukturen schafft eine konkrete körperliche Referenz, über die Realität, Präsenz und Selbstwahrnehmung wieder zugänglich werden. So können regulierende Fähigkeiten aktiv unterstützt werden – nicht erst nachträglich, sondern im laufenden Kontakt.


Für die Klient:innenbegleitung bedeutet dies, Affekte zu halten, ohne sie zu übernehmen, Grenzen zu wahren und aus einer stabilen Ich-Position heraus handlungsfähig zu bleiben.

Pranayama Trauma
Embodiment

Körperliche Orientierung im Alltag


Im Alltag reagieren Körper und Nervensystem oft schneller als unser Verstand. Veränderungen in Spannung, Energie oder Präsenz treten auf, ohne bewusst eingeordnet werden zu können. Fehlt die körperliche Orientierung, entsteht leicht Verunsicherung oder das Gefühl, sich selbst nicht mehr klar zu erleben.


Eine innere Referenz im Körper schafft Halt und ermöglicht, Reaktionen wahrzunehmen, zu verstehen und regulierend zu begleiten – eine zentrale Ressource für Selbst- und Co-Regulation im beruflichen Alltag.


Erdung, Energieregulation und Grenzen


Erdung, Energieregulation und Grenzen bilden gemeinsam die Basis für Sicherheit und Selbstregulation. Gerät eines dieser Elemente aus dem Gleichgewicht, zeigen sich Überforderung, innere Unruhe oder das Gefühl, dass der eigene Raum nicht gehalten ist.


Werden diese Qualitäten im Körper wahrnehmbar, entsteht die Fähigkeit, Energie zu regulieren, Grenzen zu spüren und auch in herausfordernden Situationen verbunden und handlungsfähig zu bleiben – eine zentrale Kompetenz für die Arbeit mit Menschen und Gruppen.
Vagus Übung

Ich-Bewusstsein und Selbstwirksamkeit


Ein stabiles Ich-Bewusstsein ermöglicht es, sich selbst auch in Aktivierung, Nähe oder Stress als präsent und handlungsfähig zu erleben – sowohl auf individueller Ebene als auch in der professionellen Rolle. Fehlt diese innere Verankerung, kann es zu Verunsicherung, Reaktivität oder dem Verlust von Klarheit kommen.


Die bewusste Wahrnehmung körperlicher Strukturen der Zentrierung und der Rollen-Stabilität stärkt die Verbindung zu sich selbst und unterstützt Fachpersonen dabei, Entscheidungen aus einer professionellen Wahrnehmung heraus zu treffen.


Integration durch Üb-Journaling


Erlebtes bleibt oft schwer greifbar, wenn es nicht bewusst reflektiert und integriert wird. Das Üb-Journaling und der angeleitete Austausch in der Gruppe schaffen einen Raum, körperliche Erfahrungen festzuhalten, zu ordnen und zu verarbeiten.


Das Schreiben dient dabei nicht nur der Reflexion, sondern auch als regulierende Ressource: Es unterstützt, Aktivierungen zu klären, innere Prozesse zu stabilisieren und das Erlebte nachhaltig in den Alltag und die professionelle Praxis zu integrieren.

IM kurs enthalten: unser einführungskurs

Einführungskurs

Die Welt der neurosomatischen Traumaintegration NSTI® ist gross – der Einführungskurs ermöglicht es, wichtige Grundkenntnisse in den Kurs miteinfliessen zu lassen und das Wissen besser einordnen zu können – daher empfehlen wir den Einführungskurs für die optimale Vorbereitung auf die Weiterbildung. Er ist im Kurs inbegriffen.

KURSINHALT:

⇒ 90 Minuten Online-Unterricht On Demand in 2 Teilen

 ⇒ Live Teilnahme am Q & A mit dem NSTI® Teacher-Team

⇒ Teil 1: Übersicht über Traumaformen, Körper-Ich & Resilienz

 Teil 2: Prinzip der Muskelprägungen, Psychosomatik & Charakter

 Viele praktische Übungen

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